Cologne Commons 2010 I - non commercial
18 06 2010
Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich letztes Wochenende bei der Cologne Commons war. Ich war damit zum ersten Mal überhaupt bei einer derartigen Konferenz (auch wenn viele andere auf der Liste stehen).
Grundsätzliche Eindrücke: Ich war überrascht, wie klein der Rahmen war. Das war nichts Negatives, es kam sehr gemütlich daher. – Der Preis war unschlagbar! – Inmitten von Köln, zwischen Mülheim und Deutz, einen Ort zu finden, zu dem man locker 15-20 Minuten gehen muss, wenn man mit dem ÖPNV kommt, ist eine große Kunst, die hoffentlich keine Nachahmer findet! – Die Vorträge, die ich gesehen habe, haben mich fast ausnahmslos gut unterhalten und interessanten Stoff zum Nachdenken geliefert.
Apropos Nachdenken. Das erste, worüber ich schreiben muss betrifft den Kern der ganzen Veranstaltung: Creative Commons Lizenzen. Dieses Blog hier steht auch unter einer: CC-BY-SA. Was mich gestört hat, war, dass es in dieser speziellen, ich sag mal einfach Szene von Künstlern/Musikern, die freie Kultur, Verschenken usw. propagieren, anscheinend vollkommen klar ist, dass man darauf zu achten habe, eine Non-Commercial-Lizenz zu wählen. Besonders Marco Medkour, aber auch andere betonten, dass es ja ziemlich blöde wäre, wenn nachher Andere von der Arbeit des Künstlers profitierten. (Update: Anscheinend habe ich Marco falsch verstanden. So eine Meinung hat er nicht artikuliert. Das ändert an meinen folgenden Argumenten und meiner Meinung jedoch nichts.) Leider hatte ich keine Zeit für das Panel "Was heißt schon NC?", doch aus der Beschreibung habe ich entnommen, dass es dabei auch nur darum ging, wie der Künstler selbst Geld mit unter NC-Bedingungen lizenzierten Werken verdienen kann. Das ist, mit Verlaub, eine ziemlich egoistische Haltung, die so gar nicht mit dem Gedanken von freier Kultur zusammenpassen will.
Ich bin erst neulich selbst darauf gestoßen, wegen eines Hinweises bei Felix Neumann. Er verlinkt da einen Artikel, der nicht nur ihm, sondern auch mir vor Augen geführt hat, dass das völliger Quatsch ist, mit den NC-Lizenzen. Eine SA (Share alike) reicht absolut aus. Denn jeder, der solche Inhalte nimmt und sie zu Geld machen will, muss diese wiederum unter einer mindestens gleich freien Lizenz vertreiben. Das heißt: er kann zwar Geld dafür verlangen, aber das, was er verkaufen will, muss zwangsläufig wieder frei kopierbar sein. Daraus folgen einige wichtige Dinge.
Zum einen kann keine "Kultursenke" entstehen, wo freies Kulturgut hinein gerät und für den freiheitlichen Kulturmarkt verloren ist. Die Werke bleiben "frei".
Zum anderen ermöglicht es dieses Modell aber auch, dass jemand, der eine richtig gute Idee hat, wie man aus einem Werk Kapital schlagen kann, weil er es auf bestimmte Weise erweitert, oder Dienste drumherum anbietet o.ä. das einfach tun kann. Hier kann freie Kunst auf eine weitere Art helfen, Kreativität anzuregen, ohne unnötige Schranken aufzubauen. Denn dem Künstler wird ja nichts vorenthalten. Er hat selbst bestimmte Ideen, wie von seinem Zeug leben kann (oder auch nicht, will es aber trotzdem nicht lassen). Warum sollte er jemandem verbieten wollen, eigene Ideen zu entwickeln. Es muss doch nicht immer jeder allumfassend genial sein. Das hat auch was mit remixen und dem Aufgreifen vorhandener Dinge zu tun.
Zum dritten können NC-Lizenzen erhebliche Probleme für den "ganz normalen" Website- oder Blogbetreiber aufwerfen. Sobald nämlich jemand Werbung einblendet, um sich die monatlichen Kosten für den Server wieder annähernd reinzuholen, oder einen Flattr-Button (gibt's auch hier im Blog
) einbindet, kann das als "kommerziell" gelten. Damit würden eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten von freien Kulturgütern wegfallen und umgekehrt auch dem Urheber eine geringere Verbreitung bescheren.
Alles in Allem also: NC-Lizenzen sind schlecht. Denkt daran.
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Grundsätzliche Eindrücke: Ich war überrascht, wie klein der Rahmen war. Das war nichts Negatives, es kam sehr gemütlich daher. – Der Preis war unschlagbar! – Inmitten von Köln, zwischen Mülheim und Deutz, einen Ort zu finden, zu dem man locker 15-20 Minuten gehen muss, wenn man mit dem ÖPNV kommt, ist eine große Kunst, die hoffentlich keine Nachahmer findet! – Die Vorträge, die ich gesehen habe, haben mich fast ausnahmslos gut unterhalten und interessanten Stoff zum Nachdenken geliefert.
Apropos Nachdenken. Das erste, worüber ich schreiben muss betrifft den Kern der ganzen Veranstaltung: Creative Commons Lizenzen. Dieses Blog hier steht auch unter einer: CC-BY-SA. Was mich gestört hat, war, dass es in dieser speziellen, ich sag mal einfach Szene von Künstlern/Musikern, die freie Kultur, Verschenken usw. propagieren, anscheinend vollkommen klar ist, dass man darauf zu achten habe, eine Non-Commercial-Lizenz zu wählen. Besonders Marco Medkour, aber auch andere betonten, dass es ja ziemlich blöde wäre, wenn nachher Andere von der Arbeit des Künstlers profitierten. (Update: Anscheinend habe ich Marco falsch verstanden. So eine Meinung hat er nicht artikuliert. Das ändert an meinen folgenden Argumenten und meiner Meinung jedoch nichts.) Leider hatte ich keine Zeit für das Panel "Was heißt schon NC?", doch aus der Beschreibung habe ich entnommen, dass es dabei auch nur darum ging, wie der Künstler selbst Geld mit unter NC-Bedingungen lizenzierten Werken verdienen kann. Das ist, mit Verlaub, eine ziemlich egoistische Haltung, die so gar nicht mit dem Gedanken von freier Kultur zusammenpassen will.
Ich bin erst neulich selbst darauf gestoßen, wegen eines Hinweises bei Felix Neumann. Er verlinkt da einen Artikel, der nicht nur ihm, sondern auch mir vor Augen geführt hat, dass das völliger Quatsch ist, mit den NC-Lizenzen. Eine SA (Share alike) reicht absolut aus. Denn jeder, der solche Inhalte nimmt und sie zu Geld machen will, muss diese wiederum unter einer mindestens gleich freien Lizenz vertreiben. Das heißt: er kann zwar Geld dafür verlangen, aber das, was er verkaufen will, muss zwangsläufig wieder frei kopierbar sein. Daraus folgen einige wichtige Dinge.
Zum einen kann keine "Kultursenke" entstehen, wo freies Kulturgut hinein gerät und für den freiheitlichen Kulturmarkt verloren ist. Die Werke bleiben "frei".
Zum anderen ermöglicht es dieses Modell aber auch, dass jemand, der eine richtig gute Idee hat, wie man aus einem Werk Kapital schlagen kann, weil er es auf bestimmte Weise erweitert, oder Dienste drumherum anbietet o.ä. das einfach tun kann. Hier kann freie Kunst auf eine weitere Art helfen, Kreativität anzuregen, ohne unnötige Schranken aufzubauen. Denn dem Künstler wird ja nichts vorenthalten. Er hat selbst bestimmte Ideen, wie von seinem Zeug leben kann (oder auch nicht, will es aber trotzdem nicht lassen). Warum sollte er jemandem verbieten wollen, eigene Ideen zu entwickeln. Es muss doch nicht immer jeder allumfassend genial sein. Das hat auch was mit remixen und dem Aufgreifen vorhandener Dinge zu tun.
Zum dritten können NC-Lizenzen erhebliche Probleme für den "ganz normalen" Website- oder Blogbetreiber aufwerfen. Sobald nämlich jemand Werbung einblendet, um sich die monatlichen Kosten für den Server wieder annähernd reinzuholen, oder einen Flattr-Button (gibt's auch hier im Blog
Alles in Allem also: NC-Lizenzen sind schlecht. Denkt daran.
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im gegenteil.
um den copyleft-ideengeber gleich direkt zu zitieren: stallman findet es selbst richtig, wenn bestimmte werkformen von kommerzieller nutzung bzw. der freiheit zur veränderung ausgenommen werden (z.b. ein parteiprogramm; da will man ja schon wissen, was die partei wirklich für punkte vertritt, und gleichzeitig will die partei, daß ihre standpunkte sich ungehindert verteilen können). mit CC-BY-SA ist das nicht machbar, weil es logischerweise ein veränderungsrecht einschließt. die fixation auf diese lizenz kann demnach gesellschaftlich sogar schadhaft sein, weil man nicht ohne verrenkungen sicherstellen kann, daß man richtig repräsentiert wird. auch bei kunst geht es nicht immer nur um unterhaltung, sondern mitunter um konkrete aussagen, und ich finde verständlich, daß man dann als künstlerin ggf. ein persönliches statement vor vermurksung bewahren möchte. stallmans credo: "all art should be *shareable*", das erreichen auch ND/NC-lizenzen.
zuguterletzt darf man nicht vergessen, daß vom stadium komposition/texten bis zur fertigen CD weitaus mehr finanzielle investitionen nötig sind als für das schreiben eines noch so guten blogs oder auch eines programms. da kann man auf gute freie werkzeuge ausweichen und investiert hauptsächlich zeit und wissen. bevor eine fünfköpfige band den ersten titel schreiben kann müssen erst mal instrumente, anlage und probraum finanziert sein, von der notwendigkeit alle personen wiederholt an einem ort zu versammeln ganz zu schweigen. kosten für studioarbeit und pressung kommen erst ganz am ende. unter'm strich kommen da über die zeit auch für eine kleine amteurband lockerst fünfstellige ausgaben zusammen. wer auf dem standpunkt steht, das endergebnis müßte nun von gänzlich unbeteiligten einfach so verkauft werden dürfen, argumentiert meiner ansicht nach der band gegenüber ziemlich arrogant. sie will sich ja nur nicht die butter vom brot nehmen lassen, wenn sie wenigstens selbst die einzige stelle bleiben möchte, bei der man die CD kaufen kann -- wenn sie die darauf enthaltene musik schon frei kopierbar ins netz stellt. hier geht es noch nicht mal um's geld verdienen (i.s.v. überschüssen), sondern um die enormen unkosten. für diese ganz realen probleme haben NC-gegener leider nie eine überzeugende lösung (außer "gebt doch konzerte" oder ähnliches, das funktioniert nach bekanntheitsgrad aber auch nur arg beschränkt). oder kommt sie vielleicht hier?
"free speech, not free beer" -- ich sehe kein zwingendes argument warum man dafür sorgen müßte, daß man mit den werken dritter geld verdienen können muß, ohne sie daran zu beteiligen. "freiheitlicher kulturmarkt" klingt irgendwie nach FDP... für mich bedeutet "freie kultur" jedenfalls nicht unbedingt, daß jeder immer alles darf, aber daß jede zumindest zu allem freien zugang hat. und kultur ist nicht erst, wenn alle damit geld verdienen können.
ich gebe dir völlig recht bei der kritik der unscharfen begrifflichkeiten, eine "fair use"-denke wäre hilfreich, und generell finde ich es auch richtig, wenn man direkt auf werken anderer aufbauen kann. dennoch halte ich die NC-option derzeit im lizenzbaukasten für unverzichtbar. wenn sich die "alte" musikindustrie mal selbst erfolgreich dekonstruiert hat (schreitet ja mit großen schritten voran), sieht das anders aus. derzeit haben die meisten musikerinnen aber offenbar kein vertrauen, daß sie von den gleichen medienriesen nicht (noch ein zweites mal?) über den tisch gezogen werden, wenn sie ihre werke dazu frei geben. daher sollte man NC-veröffentlichungen nicht pauschal als "schlecht" abwerten, denn vielfach heißt es vielelicht "wir würden gerne mehr, aber gerade geht das noch nicht". man darf nicht vergessen, daß das NC-werk von heute schon das BY-SA-werk von morgen sein kann, wenn vertrauensbildende maßnahmen den weg dazu bereitet haben. wer seit jahrzehnten verarscht wurde -- nur zu seinem besten, selbstverständlich --, ist halt erst mal eine zeit lang scheu. besonders wenn die empfehlungen wieder nur dem besten dienen sollen.
pragmatisch würde ich vorschlagen: NC nicht verteufeln, sondern ohne wertung vorteile und nebenwirkungen erläutern, so daß man für sich selbst in jedem einzelfall abwägen kann, ob die option sinnvoll ist oder nicht. so viel zeit muß sein.
Fangen wir oben an. Selbstverständlich sind Lizenzen wie die GPL oder auch fast alle CC-Lizenzen nicht frei im Sinne von "gemeinfrei". Man kann eben nicht mit den Werken machen, was man will und das ist auch gut so. Hier werden ganz bestimmte Aspekte eingeschränkt bzw. vorgegeben (Nenne den Urheber usw.), um ein Ziel zu erreichen, das als höherwertig angesehen wird. Nämlich die unbeschränkte Zugänglichkeit und - teils mit Einschränkungen - die Verwendbarkeit. Solcherart Lizenzen stellen einen Schutz dar gegen die ungewollte Vereinnahmung und Monopolisierung der Werke.
Dein Beispiel mit dem Parteiprogramm erscheint mir ziemlich konstruiert und angreifbar. Erstens sind Parteiprogramme sowieso immer frei zugänglich, was wäre sonst ihr Sinn. Wenn man auf die Idee käme, sein Parteiprogramm aus irgendwelchen Gründen unter CC-Lizenz zu stellen, dann müsste mit jeder Verbreitung der Urheber auf die von ihm festgelegte Weise genannt werden. Das kann zum Beispiel auch ein Verweis auf das Originalprogramm auf der Homepage der Partei sein. Und schließlich: wenn ich mich über eine Partei informieren will, dann gehe ich doch zur Quelle und verlasse mich nicht auf irgendwelche beliebigen, womöglich in böser Absicht verändernden Drittverteiler.
Was ich schon in gewisser Hinsicht verstehen kann, ist die Forderung eines Künstlers, dass sein Werk nicht verfälscht ("vermurkst") werden soll. Die Haltung entspricht zwar nicht dem, was ich über Kultur und deren Weiterentwicklung denke, ist aber zunächst legitim. Auch hier könnte ich wieder den Aspekt der Urhebernennung und den Verweis auf das Original nennen, aber es gibt ja eine CC-Lizenz, die genau das erreicht, während die meisten Nachteile der NC-Lizenzen vermieden werden: CC-BY-ND. Auch wenn du ND mit NC in einem Atemzug nennst, da besteht ein wesentlicher Unterschied. ich verweise hier nochmal auf den letzten Absatz im Artikel. In all diesen Fällen gäbe es keine Probleme und der Urheber hätte trotzdem die Garantie, dass sein Werk nicht zerrupft oder in unbeabsichtigte Kontexte in neuen Werken gesetzt wird.
Dein nächster Absatz enttäuscht mich. Das Argument, das du dort bringst, hat überhaupt nichts mit der Sache zu tun. Die Vor-Investitionen der Musiker spielen für spätere eventuelle Geldflüsse absolut keine Rolle. Du hast natürlich Recht: Equipment ist teuer. Profession mitunter auch. Die Arbeit, die in Aufnahmen gesteckt wird, ist auch eine erhebliche Investition. Nur, in dem Moment, in dem sich jemand dafür entscheidet, Musik machen zu wollen, muss er bereit und in der Lage sein, das alles zu investieren, OHNE zu wissen, ob er jemals eine "Entschädigung" dafür bekommt. Ich hoffe doch, du wirst mir zustimmen, dass die große Mehrheit der Künstler deshalb produziert, weil sie einen inneren Drang danach verspüren, weil es "raus muss", weil sie Spaß daran haben. Wer einen dicken Kredit aufnimmt, um sich Instrumente und Produktion leisten zu können in der Hoffnung, der spätere finanzielle Gewinn würde das schon wieder wettmachen, ist gelinde gesagt ziemlich blauäugig.
Und, die "gänzlich Unbeteiligten", die das dann nachher verkaufen dürfen (ohne NC-Einschränkung), dürfen das unter SA nicht nur verkaufen, sondern müssen gleichzeitig den Urheber nennen (ich wiederhole mich; Link zum Original und so) und das, was sie verkaufen, frei zugänglich machen. Was wird wohl passieren, wenn jemand ein fremdes frei kopierbares Werk nimmt, nichts damit tut und versucht, dafür Geld zu bekommen? Gar nichts. Er wird vermutlich keinen müden Cent damit machen. Das Werk ist ja bereits kostenlos verfügbar.
Worum es bei SA im Gegensatz zu NC geht, ist, dass so die Freiheit erhalten wird, ein Werk eines Dritten dazu zu benutzen um mit einer darauf aufbauenden eigenen Idee Geld verdienen zu können.
Interessant ist ja, dass du am Ende als eigentliche Begründung für NC das durch Ausbeutung geschaffene mangelnde Vertrauen der Künstler gegenüber der Kulturindustrie nennst. Das ist ja mal ein spannender Dreh. In dem Moment, in dem jemand sein Zeug unter irgendeiner CC-Lizenz veröffentlicht, ist es (als digitalisierte Aufnahme) für die Musikindustrie (beispielsweise) nahezu wertlos geworden. Die sind auf ausschließendes Copyright angewiesen, weil ihre Geschäftsmodelle sonst nicht funktionieren.
Deshalb braucht es keine vertrauensbildenden Maßnahmen, sondern einzig und allein Aufklärung darüber 1. was SA-Lizenzen leisten, insbesondere auch markttechnisch - das wird nämlich oft einfach immer noch nicht verstanden - und 2. was NC-Lizenzen für Nachteile haben, die von den Künstlern mitunter nichtmal beabsichtigt sind.
Zu guter Letzt noch ein Wort zur Philosophie. Auch wenn CC-Lizenzen mittlerweile voll hipp sind und so, muss sich jeder Kreative dezidiert überlegen, warum er überhaupt eine solche wählen möchte. Ob nicht vielleicht klassische Lizenzmodelle eher seinem Verständnis von Kultur(-subvention) entsprechen. Die Vielfalt der Creative Commons Lizenzen ist zuvörderst ein Tribut an die Tradition.
Torsten ( http://nerds.computernotizen.de/2010/05/06/crappy-commons/ ) schrieb neulich zugespitzt:
"Der Subtext: Was ich hier so überaus großzügig verschenke, ist höchstwahrscheinlich eh nichts wert. Und falls es doch etwas wert sein sollte – dann verschenk ich es nicht! Bezahlt mich!"
Deshalb lege ich jedem ans Herz: Denkt nach, warum ihr überhaupt CC nutzen wollt. Mit dem Gedanken hinter solchen Lizenzen verträgt sich NC meiner - und nicht nur meiner - Meinung nach nicht.
ich fange auch mal vorne an: "nenne den urheber" ist kein feature von lizenzen, sondern eine kontinentaleuropäische notwendigkeit, um den geltenden urheberrechtsgesetzen zu genügen. die frage, welche ziele durch die verwendung einer lizenz erreicht werden sollen, sind aber eben verhandelbar und lassen sich meiner ansicht nach nicht wie im beitrag auf "Eine SA (Share alike) reicht absolut aus" reduzieren -- das ist erstmal mein punkt. deswegen hatte ich auch ND und NC gemeinsam verteidigt.
wenn dir ein parteiprogramm zu konstruiert ist, kannst du dir die realen kampagnenbeiträge der free software foundation anschauen, die entweder unter GNU verbatim oder CC-BY-ND stehen:
http://www.gnu.org/licenses/license-list.html#OpinionLicenses
wenn du bei einem freien werk voraussetzt, daß immer wieder mit einer originaldatei verglichen werden muß, kannst du tatsächlich gleich ganz auf die lizenz verzichten und direkt das original überall verlinken. warum soll ich die vermeintliche kopie überhaupt anrühren, wenn ich eh das original lesen muß? wer dagegen einen ND-text verändert im umlauf bringt, verstößt gegen den lizenzvertrag und macht sich sofort strafbar. was daran ist angreifbar?
differenzierter sieht das problem bereits zitierter richard stallman:
http://www.gnu.org/philosophy/copyright-and-globalization.html#opinions
in seinen ausführungen ist durchaus raum für den sinnvollen einsatz von NC-lizenzen, denn "the third category of works is aesthetic or entertaining works, where the most important thing is just the sensation of looking at the work." das vorderste ziel einer lizenz wäre damit aus seiner sicht klar.
ich will damit nicht sagen, daß stallmans meinung gesetz ist. aber er ist zumindest wohl unverdächtig in sachen latente unterstellungen, es ginge nur ums große geld. es ist ein unterschied, ob ich selbst mit eigenen werken geld verdienen will, oder ob ich anderen erlauben soll, mit meinen werken geld zu verdienen. selbstverständlich können geleistete investitionen eine rolle spielen, wenn ich überlege, unter welchen konditionen ich ein werk veröffentliche -- ich weiß gar nicht, woher du eine andere position nimmst. wenn du meinst, man müsse eine zig-tausend-euro-prduktion auch dazu frei ins netz stellen, dann weiß ich nicht, mit welchem ethischen grundsatz du deine freiheit zur querfinanzierung durch google ads und flattr verteidigst. man könnte sagen: verzichte halt einfach auf das geld, dann kannst du auch sorgenfrei NC-werke unterbringen. provokant zugespitzt: soll ein künstler auf seine mitsprache in finanzfragen verzichten und muß sich als "blauäugig" bezeichnen lassen, damit ein blogger reibungslos geflattrt werden kann? ich finde es auch nicht hilfreich, künstlerinnen auf eine "hauptsache es macht spaß"-attitüde zu reduzieren. niemand muß bereit sein, viel geld in nichts zu investieren. das hat allerdings tatsächlich nichts mehr mit dem thema zu tun, zumindest nicht wenn es eigentlich um kultur gehen soll.
davon abgesehen: könnte es nicht auch sein, daß die unausgesprochene prämisse völlig falsch ist, nach der künstlerinnen mit ihren veröffentlichungen um jeden preis die größtmögliche verbreitung anstreben? ein teil der gegenargumente verläßt sich jedenfalls darauf, z.b. wenn aufgezählt wird, an welchen stellen ein NC-werk nicht ohne nachfrage verwendet werden kann. was wäre, wenn genau das eben auch so gewollt ist? es könnte ja z.b. sein, daß man seine veröffentlichungen absichtlich aus allen vermarktungskreisläufen fernhalten möchte (auch den eigenen).
es war seither das geschäftsmodell der musikindustrie, sich selbst durch die vermarktung der werke anderer zu erhalten. diese "anderen" bekamen von der verkauften CD dann immerhin 10%. insofern wären die von dir skizzierten wünsche, durch dienstleistungen um die musik anderer geschäftsmodelle errichten zu können, irgendwie das gleiche in grün, bloß daß man als musiker nun überhaupt nicht mehr an den einnahmen beteiligt werden soll. ich sehe da noch nicht so den argumentativ-überzeugenden zugewinn der kreativen durch die digitale revolution. wer eine eigene idee gefunden hat, für die er aber auf inhalte anderer angewiesen ist, kann seinen rohstofflieferanten ja wohl auch erst mal einen fairen deal anbieten, ohne gleich wieder konkurs anmelden zu müssen.
deine argumentation zieht auch an einer anderen stelle nicht: der verkaufsversuch eines SA-werkes würde nicht zünden, weil es schon frei kopiert werden könne. es ist genau andersrum, und das haben wir in den letzten jahren ja diverse male belegt bekommen: frei kopierbare werke erhöhen die aufmerksamkeit und können den absatz in print- oder pressform deutlich steigern. es gibt eine hohe nachfrage nach offline-tonträgern, d.h. "gute" BY-SA-musik ließe sich tatsächlich auf CD verkaufen, auch wenn die musik unverändert im netz steht. und hier landen wir dann hypothetisch beim "spannenden dreh" zur industrie.
crappy commons: find ich absurd. wenn eine künstlerin, die als solche ernstzunehmen ist, ein werk in händen hält, von dem sie nicht überzeugt ist, dann wird sie es nicht unter einer liberaleren lizenz veröffentlichen, sondern überhaupt nicht. es sei denn, es handelt sich um einzelteile, aus denen erst noch etwas gemacht werden muß -- hier ist das recht auf bearbeitung logisch zwingend. außerdem greift der tenor dieser hypothese voll daneben -- nochmal: es geht nicht ums bezahlt werden, sondern um die frage, ob dritte für ihre gewinnorientierten verwendungen ausgerechnet von künstlern subventioniert werden müssen (was der fall wäre, wenn sie sich nicht an den unkosten beteiligen müßten). auch NC-werke sind sehr wohl "verschenkt", wenn man das so nennen will.
meine persönliche beschäftigung mit musikmärkten und freien lizenzen reicht übrigens gut 12 jahre zurück. es gab ja ein internet vor CC, und wir haben schon dort unter anderen lizenzen veröffentlicht (green open music license). von dem verdacht, mich unreflektiert auf ein hippes thema zu stürzen, bin ich damit hoffentlich enthoben.
Ich fürchte, dass wir uns so langsam dem Punkt nähern, an dem die wesentlichen Argumente ausgetauscht sind. Wir können natürlich gern weiterdiskutieren, aber überzeugen werden wir den anderen ja am Ende doch nicht.
Trotzdem liefert sowas ja auch immer Stoff zum Nachdenken. Daher gehe ich natürlich noch auf einiges ein.
Ja, in dem Artikel habe ich geschrieben "SA reicht völlig aus". Ich beziehe das ausdrücklich auf den direkten Vergleich zwischen SA und NC. ND habe ich schon im letzten Kommentar zugesprochen, dass ich mir Fälle vorstellen kann, wo Leute das nützlich finden, weil es natürlich etwas signifikant anderes leistet als SA (wenngleich ich selbst es nicht verwenden würde, weil es mit meiner Vorstellung von der Welt, wie sie sein sollte, nicht zusammen passt).
Manche (wie Stallman) mögen finden, dass "looking at the work" das hauptsächliche Ziel sein sollte, was ästhetische oder unterhaltende Werke angeht. Mir ist das zu wenig. Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde es großartig, wenn Künstler sich überhaupt zu einer Verbreitung unter CC o.ä. entscheiden. Wir haben dadurch etwas erreicht, nämlich z.B. den legalen und kostenlosen Zugang zu Kultur, was es vorher in der Form nicht gab. Darüber freue ich mich und ich erkenne das an. Trotzdem kann ich doch glauben, dass das nur der Anfang sein sollte.
Ich meine nicht, dass man eine "zig-tausend-Euro-Produktion" ins Netz stellen "müsse". Das kann ja zum Glück jeder selbst entscheiden. Ich meine aber, dass es für einen Künstler und das was er für seine Arbeit bekommt keinen Unterschied macht (das bedeutet: in meiner Vorstellung von der Welt wie sie sein sollte), ob jemand Unbeteiligtes etwas dafür (genauer: für etwas, das auf dem Werk aufbaut!) bekommt, oder ob dieser Fremde nichts bekommen kann. Der Künstler investiert und muss sich überlegen, wie er das amortisieren kann. Dazu sollte er eine gute Idee haben oder genug Menschen, die ihm einfach so etwas geben, weil sie ihn gut finden (zum Tonträgerverkauf komme ich gleich). Vollkommen davon unabhängig ist, ob jemand anderes die ihn umgebende Summe der Kultur der Menschheit nutzt um seinerseits darauf aufbauend einen Mehrwert schafft, den Menschen bereit sind zu bezahlen.
Flattr und in gewisser Hinsicht auch Ads (die ich nicht nutze) sind etwas grundsätzlich anderes als Vermarktung im klassischen Sinne. Hier wird nicht etwas angeboten unter der Bedingung, dass mir das jemand bezahlt. Im Gegenteil: ich gebe alles, was ich produziere weg und wenn jemand von sich aus auf die Idee kommt, er möchte mir freiwillig etwas dafür geben, kann er das relativ unkompliziert tun. Es handelt sich also "ethisch" nicht um eine eigentliche Querfinanzierung, weil ich gar keine Garantie habe, tatsächlich etwas zu bekommen; ich gehe keine vertragliche Geschäftsbeziehung ein. Dass es vor dem Gesetz trotzdem so aussieht, dass so etwas als kommerziell gelten kann, ist ein Fehler im System, der aber leider vorhanden ist und mit dem man sich rumschlagen muss.
Einer der Gründe, warum wir so unterschiedliche Positionen einnehmen, hat vielleicht damit zu tun, dass ich CC-Lizenzen (ebenso wie GPL usw.) nicht nur als pragmatisches Mittel zur Umgehung bestimmter aktueller Schwierigkeiten sehe, sondern auch als kulturphilosophisches Konzept. Dahinter steckt für mich eine abstraktere Idee, wie Kultur, deren Verbreitung und deren Weiterentwicklung in einer besseren Gesellschaft aussehen sollten. Diese Idee setzt z.B. voraus, dass Künstler wollen, dass ihre Werke möglichst bekannt werden, unter anderem um die Menge an kulturellen Gütern ständig zu erhöhen. Deshalb müssen sich Künstler, die das (die Verbreitung) nicht wollen, von mir die Frage (nur eine Frage) gefallen lassen, ob sie bei CC-Lizenzen richtig sind.
CDs, deren Verkauf, wie ich weiß, durch beispielsweise SA-Verbreitung zunehmen kann, werden mittelfristig keine signifikante Rolle im Musikkonsum mehr spielen. Dazu sind sie bei zunehmender Allverfügbarkeit und Geschwindigkeit des Netzes und Computerdevices zu unökonomisch. Ihre Herstellung ist vergleichsweise teuer, wenn man realisiert, dass eine digitale Kopie herzustellen quasi kostenlos ist. Eine oder zwei Generationen dauert es noch, dann werden CDs höchstens noch Liebhaberobjekte sein. Deswegen kommt es auf die Dinge an, die man kommerziell mit Musik machen kann, außer zu versuchen Aufnahmen davon zu verkaufen. Daher meine Ansicht, dass jeder Künstler, der in sein Werk investiert, eine Idee braucht, wie er etwas um die Musik herum oder mit der Musik anbieten kann, wofür er bezahlt wird. Oder er kann es sich halt leisten, kein Geld dafür zu bekommen.
Ich glaube, dass jedes Werk die vorhandene Kultur an sich erweitert. Kultur sollte aber für alle da sein und das bedeutet nicht nur im Sinne von "looking at the work".
Achso und zu guter Letzt. Ich verstehe ja, dass man versucht, seine Position mit allen Mitteln zu untermauern, ich tue das ja bisweilen auch. Aber lassen wir doch die Haarspaltereien (Ich weiß selbstverständlich, dass BY inhärenter Bestandteil des kontinentalen Urheberrechts ist.), die nur dazu dienen, den Diskutierenden zu diskreditieren und bitte auch das Ins-Spiel-Bringen von vermeintlichen Autoritäten wie Stallman. Ich habe großen Respekt vor ihm und seiner Arbeit, aber letztlich interessiert mich in der Diskussion hier nicht, was er sagen würde, sondern was deine Positionen sind. Denn die werden nicht gestärkt nur weil das jemand Wichtiges auch schon mal formuliert hat.
Beste Grüße.
wir nähern uns glaube ich zumindest dem punkt an dem verständlich wird, warum wir andere standpunkte vertreten. jedenfalls habe ich ein bißchen den eindruck, du sprichst von einer welt, wie du sie in zukunft gerne hättest, und ich beziehe mich auf die welt, wie ich sie im augenblick sehe. im groben haben wir wahrscheinlich ähnliche zielvorstellungen, sehen aber andere wege dahin. du stützt dich beim zukunftsentwurf auf eine reihe von prämissen, die ich zumindes fraglich finde (weil mir nicht ersichtlich ist, woher du sie beziehst), wenn nicht sogar falsch (weil ich weiß, daß es nicht so ist).
in letzte kategorie fällt zum beispiel die unterscheidung, daß du das kulturphilosophische konzept vertrittst, und mich stellvertretend in die "nur pragmatische" ecke stellst. das ist einfach falsch. "free culture" ist für mich genauso kulturphilosophie wie für dich, wir vertreten nur andere positionen, was einen kleinen teil davon betrifft: ist hierzu die freiheit unabdingbar, mit dem schaffen anderer auch ohne eigenen beitrag geld verdienen zu können oder nicht? ich meine nein, du meinst ja. ich sage damit nicht, daß man NC verwenden *muß*, sondern nur, daß es von fall zu fall sinnvoll sein kann, andere erst nochmal zum direkten nachfragen zu zwingen (was anderes bedeutet es ja nicht). wenn es dann heißt, mit NC gibt es in der praxis aber probleme hier und da, deswegen solle man darauf verzichten, finde ich diskutabel, welche position eigentlich mehr von reinem pragmatismus geprägt ist.
du unterscheidest sehr strikt zwischen zwei extrema, wenn ich dich richtig verstehe: entweder will ich so bekannt wie möglich werden, dann muß ich das maximum an freiheiten gestatten, oder öffentliche aufmerksamkeit interessiert mich nicht, dann soll ich auf CC verzichten. im echten leben sind das aber eher die pole eines kontinuums und keine entweder-oder-frage. ich kann sehr wohl an großer aufmerksamkeit interessiert sein, diese aber nicht um jeden preis haben wollen, bzw. im gegenzug für den verbleib bestimmter rechte auch in kauf nehmen, daß es ein paar menschen weniger erfahren.
ich finde auch, du widersprichst dir selbst: zum einen freust du dich, daß dank CC-lizenzen die verbreitung im internet endlich legal möglich ist (womit eine der großen geißeln des beginnenden informationszeitalters überwunden wäre). drei absätze später stellst du aber infrage, ob man CC lizenzen überhaupt verwenden solle, wenn man nicht gleich in die vollen geht. unter "ich erkenne das an" würde ich etwas anderes verstehen, z.b. den aufruf an alle noch-nicht-CC-künstlerinnen, doch wenigstens eine zeitgemäßere NC-ND-lizenz zu wählen. dieser erste schritt wird meiner ansicht nach erfolgreich erschwert wenn allen klar ist, daß man nach erfolgter lizenzierung als erstes laute beschwerden erntet, man meine es nicht ernst genug oder habe nichts verstanden, und solle die lizenzen doch am besten gleich ganz lassen. irgendwie ist das nicht der empfang in einer "besseren gesellschaft", wie ich sie mir vorstelle.
eine fragliche prämisse ist andererseits, wie es in zukunft um offline-tonträger bestellt sein wird. du sagst, sie verschwinden, ich sage, sie bleiben. genauso wie es heute noch kinos gibt, in denen filme laufen, von dessen produktionsetats man früher zehn streifen gedreht hätte. das haptische moment wird überleben. anzeichen dafür kann man den bilanzen der musikindustrie entnehmen (der verkauf von CD-alben ist seit sieben jahren konstant), auch wenn diese aus politischen gründen gerne einen anderen eindruck vermittelt. für andere prognosen sehe ich derzeit keine relevanten hinweise. ich halte "die CD ist tot" für einen mythos, der dem überschwang ob neuer möglichkeiten im globalen computernetz entsprungen ist. aber selbst wenn deine analyse zutreffend sein sollte, dann stehen zwei generationen immer noch für ~60 jahre, in denen man deiner rechnung nach CDs verkaufen kann. wer sich jetzt schon lizenztechnisch auf modelle bezieht, die in einem halben jahrhundert übernommen haben werden, dabei aber den existierenden markt in der zeit bis dahin ausblendet, mag seiner zeit voraus sein. wirtschaftlich gut beraten ist er aber ganz sicher nicht. insofern ist es für mich irgendwie logisch, wenn musikerinnen ihre veröffentlichungen zwar mit CC-lizenzen fit für's internet machen, aber nicht gleich alle leinen loslassen. reden wir in zwei generationen nochmal, wenn die märkte tatsächlich ganz anders funktionieren. da könnte sich dann die sinnfrage für NC schon alleine durch neue, faire marktverhältnisse gelöst haben. mehr zulassen kann man ja später immer noch.
ob flattr & co. nun direkte, garantierte bezahlung sind oder nicht finde ich eigentlich irrelevant. NC garantiert auch nichts und fordert genauso von niemandem geld. ich persönlich würde es übrigens nicht pauschal als kommerzielle nutzung betrachten, wenn man nur serverkosten ammortisieren will. dann würde ich aber eher für eine neu vereinbarte definitionsgrenze eintreten (z.b. für die 4.0-lizenzen), statt daran gleich das ganze NC-konstrukt widerlegt zu sehen. zumindest sehe ich ein ungleichgewicht in den argumenten, wenn ich als musiker anderen pauschal jede form von kommerzieller nutzung meiner werke gestatten soll, in die nicht nur viel geld sondern vor allem jahrelange arbeit geflossen sind, weil blogger nicht auf die paar euro für die serverkosten verzichten wollen -- um es mal zuzuspitzen. die einen sollen alle direkten einnahmen streichen und trotzdem weiter merkliche summen in ihr schaffen investieren, weil es den anderen zuviel ist, im monat 4,99 für ein webspace-paket aufzuwenden? das kann ich nicht ernst nehmen, und die kulturphilosophische dimension sehe ich da auch nicht.
was mich im letzten absatz wirklich überrascht ist der punkt, ich würde dich diskreditieren, wenn ich deine angebrachten beispiele ernst nehme. wenn du das so empfunden hast tut mir das leid. dann solltest du es aber auch so formulieren, und mir nicht erneut ungeprüft etwas unterstellen (die liste wird ja langsam länger). im gegensatz dazu veruche ich mich ja gerade nicht im gedankenlesen -- woher soll ich denn bitte wissen, wie gut du dich im urheberrecht auskennst, wenn du so ein beispiel bringst?
allenfalls eine offene kinnlade habe ich ja für die forderung, keine externen quellen zu verlinken, um einen standpunkt zu untermauern. wenn es nicht zu einer ergebnisorientierten diskussion gehören darf, auf hochrelevante äußerungen anderer zu verweisen, überlasse ich dir gerne das letzte wort. die analyse zu den CD-verkäufen, auf die ich gerne noch verwiesen hätte, mußt du aber daher jetzt wunschgemäß selbst suchen
Was man mir sicher manchmal vorwerfen kann ist, dass ich komplexere Fragestellungen soweit reduziere, dass ich bei einer relativ extremen Meinung ankomme. Das berüchtigte 1-oder-0-Denken. Das resultiert vor allem daraus, dass ich Diskussionen, die sich immer wieder um die gleichen schwammigen Formulierungen winden, extrem anstrengend und zunehmend nervtötend finde. Deshalb mache ich mir ab und zu eine sehr scharf formulierte und konturierte Meinung zu eigen um endlich mal zu konkreteren Ergebnissen zu kommen.
Zudem ist es tatsächlich so, wie du richtig erkannt hast, dass ich eine bestimmte Zukunftsvorstellung habe und relativ zielgerichtet darauf hin argumentiere. Das tue ich absichtlich, obwohl ich gleichzeitig real existierende Zustände, die mein Bild nicht treffen, schon mal gar nicht so schlecht finde. Das führt zum Beispiel zu dem Effekt, den ich mit dem Artikel beabsichtigt habe, nämlich dass (zumindest wir beide) hier eine öffentliche, ausführliche Diskussion führen, in der so ziemlich alle Seiten der Medaille beleuchtet werden. Ist doch prima. Wenn niemand Positionen wie meine vertreten würde, gäbe es keine Auseinandersetzung damit. Den "Aufruf" an alle Künstler doch immerhin irgendeine CC-Lizenz zu wählen, das kann ich Anderen überlassen, davon gibt's nämlich anscheinend mehr. Wenn sich darüber hinaus noch mit meiner Meinung auseinander gesetzt wird, ist das Ergebnis nur umso fundierter.
Wir haben beide ganz offensichtlich bestimmte Dinge betreffend andere Vorstellungen und setzen jeweils unterschiedliche Prämissen. Worauf es mir ankommt ist, dass sich jeder bewusst ist, dass die meisten eben auch nur auf der eigenen Einschätzung und Glauben beruhen (Wie etwa die vielbemühte "Haptik" von Offline-Datenträgern; vor 7 Jahren sah das Netz noch etwas anders aus und es muss erstmal ein signifikanter Teil der Gesellschaft damit aufgewachsen sein.). Dafür sind wir ja in anderen Dinge gar nicht so weit auseinander.
Was meinen letzten Absatz angeht: Ich war heute Morgen noch etwas dünnhäutig und mangels direktem Gespräch und gegenseitiger Bekanntheit habe ich da etwas überinterpretiert. Außerdem habe ich überhaupt nichts gegen externe Quellen! Ich verlinke ja selbst welche. Doch auch hier war es etwas schnell geschossen von mir. Gerade Richard Stallman wiederholt zu bringen, sozusagen den Urvater freier Lizenzen und so, kam mir vor wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen nur um den großen Namen als Totschlagargument zu benutzen. Besonders, da in den verlinkten Texten nichts wesentlich anderes stand als eine Meinung (Stallmans), die du genauso gut selbst als deine formulieren kannst. Ungerechtfertigt von mir.
es ist daher immer eine frage der perspektive - cui bono?
für musiker und ihre hörer - und um nichts anderes geht es primär in dieser "szene" - gibt es keine nützlichere und sinnvollere option als NC.
alles andere ist augenwischerei und hohle phrase.
mal ganz im ernst, was kümmert den künstler die zweitverwertung von der er nichts hat?
egoistisch?
na und?
die chance, über ein kommerzielles produkt eher gefunden zu werden, als über ein kostenloses ist für musiker heutzutage lächerlich gering...
2. Share Alike (SA) gilt nur für derivative works, also Bearbeitungen wie etwa Remixe. Das ursprüngliche Werk wird durch SA folglich nicht vor ungewollter gewerblicher Nutzung geschützt. Das Plädoyer für SA und gegen NC liegt somit schlicht neben der Sache.
3. Künstlern, die eine NC Lizenz verwenden, mithin einen Großteil der Verwertungs- und Nutzungsrechte an ihren Werken für die Allgemeinheit freigeben, Egoismus vorzuwerfen, ist - auch mit Verlaub - schon einigermaßen grotesk.
4. Wieso ist es für Blog- und Webseitenbetreiber legitim, die laufenden Kosten für ihr Hobby zB durch Werbeeinblendungen zu decken, aber für diejenigen, die kreativen Content produzieren, verwerflich, an einer gewerblichen Nutzung desselben partizipieren zu wollen?
5. Die angesprochene Schwäche von NC Lizenzen liegt allein in der begrifflichen Unschärfe der "non-commercial" Bedingung. Das bedeutet aber nicht, dass NC Lizenzen pauschal schlecht sind, sondern allenfalls, dass hier im Dialog mit den Verwendern (den Urhebern) eine interessengerechte Präzisierung der Definition erfolgen muss.
6. Es zeugt von einer fragwürdigen Auffassung von Diskussionskultur, wenn man einen Verriss auf Aussagen aufbaut, die man selbst nicht vernommen, sondern lediglich geschlussfolgert hat, und schließlich Leute, welche die eigene Auffassung nicht teilen, mit nonchalantem Augurenlächeln als niveaulos abzukanzeln.
2. Das ursprüngliche Werk liegt ja bereits unter einer freien Lizenz vor. Diese freie Verfügbarkeit ist der Garant dafür, dass eine Kommerzialisierung exakt dieses Werks markttechnisch nahezu unmöglich wird. SA sorgt nun dafür, dass alles, was direkt darauf aufbaut, mithin aber ein neues Werk ist, ebenfalls gezwungenermaßen frei ist.
3. Das Urteil egoistisch zu sein, kann sich sehr wohl auf einzelne Handlungen beziehen und muss nicht alle Handlungen eines Menschen miteinbeziehen. Dass der Künstler vieles an die Allgemeinheit gibt ist gut. Sehr gut. Dass er verbietet, damit Verdienst zu erzeugen, finde ich nicht gut, sondern egoistisch. Zwei verschiedene Dinge.
4, Auch hier wieder: Zwei verschiedene Dinge. Geld verdienen ist nicht verwerflich. Im Gegenteil. Verwerflich ist, in meinen Augen (obwohl, das ist ein hartes Wort. Sagen wir unschön), anderen zu untersagen, Geld zu verdienen, nur weil das, wofür sie Geld bekommen, auf etwas aufbaut, das man geschaffen und dann dem Gesamtraum der menschlichen Kultur anvertraut hat.
5. Da bin ich aber mal gespannt. Solange das nicht in einer Art und Weise verändert wurde, die die negativen Folgen für die Verbreitung und Weiterentwicklung von Kultur aufhebt, sehe ich keinen Grund, warum man diese aktuell meiner Meinung nach schädlichen NC-Lizenzen nutzen sollte.
6. Meine Auffassung von Diskussionskultur siehst du hier, in der Art, wie ich mit dir spreche, und oben, wie ich mit m. spreche. Auf meinem Blog brauche ich mich jedoch nicht beleidigen zu lassen von Leuten, die anscheinend keine Ahnung davon haben, welchen Nutzen freie Kultur überhaupt (ob jetzt mit oder ohne NC) hat und ob ich eigentlich auch ein Kreativer bin oder war oder welche kenne oder jemals "KULTUR" geschaffen habe oder nicht. "egoistisch? na und?" Na herzlichen Glückwunsch.
Und äh, Verriss? Das einzige, was ich verreiße sind NC-Lizenzen. Mit welchem Aufhänger ich das mache ist doch egal, solange ich keine Lügen verbreite. Mit Marco Medkour habe ich gesprochen und nachdem ich deutlich gemacht habe, dass ich ihn so verstanden habe und er deutlich gemacht hat, dass er das nicht gemeint und gesagt habe, sind wir uns doch einig. Die Berichtigung meines Fehlers steht oben im Text, aber davon ist doch meine Meinung über NC nicht abhängig.
Und genau das kann ich mit meinem Gerechtigkeitempfinden nicht vereinbaren und genau hier scheinen wir auch recht unüberbrückbare Meinungsunterschiede zu haben. Ich finde eben nicht, dass eine völlige Verwendungsfreiheit zuungunsten der Urheber gerechtfertigt ist. Das Gefühl, abgezogen zu werden, wird bei den allermeisten Künstlern dazu führen, eben keine Inhalte mehr frei zugänglich zu machen. Es schadet damit der freien Kultur insgesamt, wenn ein Urheber nicht mal mehr ein Mindestmaß an Kontrolle über seine eigenen Werke ausüben kann.
3. Egoistisch ist m.E. in der soeben beschriebenen Weise Geld mit Inhalten zu machen, die ein anderer erstellt hat, ohne ihn an dem erwirtschafteten Gewinn zu beteiligen.
4. Hier widersprichst Du Dir selbst. Zunächst behauptest Du, mit freien Inhalten sei ohnehin kein Geld zu verdienen. Die BY-SA Lizenz verlangt aber, dass die Bearbeitung unter denselben Lizenzbedingungen verfügbar gemacht wird wie das Original. Demnach muss also die Bearbeitung auch völlig frei sein, ist mithin nach Deiner Logik nicht kommerzialisierbar. Folglich würde der Urheber, wenn er eine NC Lizenz verwendet, dem Bearbeiter etwas verbieten, was für diesen ohnehin unmöglich ist. Somit wäre eine NC Lizenz in dieser Hinsicht vollkommen unschädlich.
5. Wie schon in den letzten fünf Jahren werden CC Lizenzen in ständigem Dialog zwischen Nutzern, Urhebern und Juristen weiterentwickelt. Bei den CC Leuten gibt es ein Bewusstsein für die problematischen Unschärfen des NC Begriffs. Daher bin ich zuversichtlich, dass sich auch hier eine Lösung finden wird. Defätismus ist da wenig hilfreich.
6. Dein Umgang mit mir und anderen Kommentatoren ist überwiegend zivil. Ich kann nur nicht ganz sehen, womit martin Dich beleidigt hat. Den Egoismus Vorwurf hast Du in die Welt gesetzt. Wenn jeder auf jegliche Zuspitzung derart dünnhäutig reagieren würde wie Du und anderen gleich die Diskursfähigkeit abspricht, käme eine Diskussion wohl nur noch sehr selten zustande. Für meinen Geschmack fehlt hier die Verhältnismäßigkeit.
Was den Artikel und die "Berichterstattung" zur NC Diskussion angeht, wäre es vielleicht einfach besser gewesen, Deine Meinung zu NC Lizenzen nicht an einer Diskussion aufzuhängen, der Du selbst nicht beigewohnt hast. Und wenn Du Deinen Fehler hinterher verbesserst, hättest Du den Quatsch mit dem Durchstreichen auch lassen und die Passage schlicht ersetzen können. Ist eine Stilfrage, imho.
Die reine Möglichkeit, veröffentlichte Musik zu hören, ist nicht mehr knapp. Deshalb bezahlt man nun für etwas anderes.
Eine Website, ein Kaufhaus kommerzialisiert - also verkauft - nicht die Musik (bzw. allgemeiner: den Inhalt) als solche. Sie verkaufen ebenfalls etwas anderes. Das ganze spielt sich allerdings in einem Kulturraum ab. Daher ist es in meinen Augen wünschenswert, in deinen anscheinend nicht in der Form, dass sich jeder, egal was er gerade tut, auch wenn er etwas verkauft, an dieser ihn umgebenden Kultur frei bedienen kann.
Das Beispiel der abschöpfenden PD Händler ist interessant und bedenkenswert. Aber ich glaube auch zunehmend veraltet. In den 90ern war das mit der Allverfügbarkeit noch nicht ganz so virulent. Selbst jetzt ist es zwar faktisch da, psychisch aber bei Vielen noch nicht ganz. Deshalb werden noch normale unlimitierte CDs gekauft. Und zwar jenseits von Sammelleidenschaft, sondern nur als Möglichkeit, um sie zu hören.
Ich kann deine Meinungen insgesamt verstehen, teile sie aber nicht. Das hast du ja auch bereits festgestellt.
Mein Aufhänger im Text, um darauf noch mal einzugehen, war nicht das NC-Panel, sondern mein Eindruck, der anscheinend auf einem Missverständnis beruht hat. Wohlgemerkt: da war ich dabei. Ich habe gehört, wie verschiedene Leute etwas gesagt haben und es leider falsch eingeordnet. Die Erwähnung des Panels ist nur ergänzend und dient dazu zu zeigen, dass ich zwar gesehen habe, dass so eine Veranstaltung explizit zu dem Thema stattfindet, ich es aber, abgesehen von meinen zeitlichen Problemen, anhand der Beschreibung auch als nicht zielführend angesehen habe.
Ich muss mich entschuldigen, wenn das oben tatsächlich so missverständlich ausgedrückt ist, für mich lag das völlig auf der Hand.
Das Durchstreichen ist für mich allerdings kein schlechter Stil sondern dient der Transparenz. Ich habe keine Lust zu denen zu gehören, die erst steile Thesen verbreiten und sie dann still und leise wieder verschwinden lassen. Irrtum kann auch ruhig sichtbar sein.
Das wird m.E. anschaulich, wenn man sich einmal den Ursprung der heutigen Verwertungsgesellschaften bewusst macht: ein französischer Komponist ging gern in ein Lokal, um dort Zuckerwasser zu trinken. Der Wirt ließ dort von einer Kapelle allerlei Fremdkompositionen spielen, u.a. auch solche des besagten Komponisten. Ziel des Wirts war es, mehr Leute in seinen Laden zu bekommen, die dort mehr konsumieren, weil die Atmosphäre aufgrund der Musik so angenehm und heiter war. Nun verlangte er aber auch von dem Komponisten, dass dieser seine Getränke bezahlen solle. Dem Komponisten kam es merkwürdig vor, dass er zwar für seinen Beitrag zur Umsatzsteigerung (seine Kompositionen) absolut nichts bekam, aber gleichwohl sein Getränk bezahlen sollte. Das anschließende Gerichtsverfahren ging dann so aus, dass der Musiker in dem Lokal in Zukunft umsonst trinken konnte, quasi als Gegenleistung für die Verwendung seiner Kompositionen.
Das Beispiel verdeutlicht m.E. gut, dass die Steigerung des Gewinns, also die Erzeugung eines gewerblichen Mehrwertes sehr wohl ohne das Kopieren eines Werks auskommt. Auch die Verwendung in einem gewerblichen Kontext ist eine Kommerzialisierung.
Übrigens gilt dasselbe für Download- oder Contentportale, die freie Inhalte anbieten. Zwar könnte theoretisch jeder durch die Weiten des Internet streifen und sich die für ihn interessanten, hörenswerten Inhalte raussuchen. Für die meisten Menschen ist dies aber zu zeitaufwändig, so dass sie gern die bequemere Option eines zentralen Portals in Anspruch nehmen. Wenn dieses nun, wie zB Youtube, Millionen an Werbeeinnahmen generiert, ist es m.E. nur fair, wenn diejenigen, die den Content produzieren (welcher ja überhaupt erst Nutzer zu diesem Portal zieht und damit dessen Existenzberechtigung begründet und dessen Werbewert steigert), auch an dem erwirtschafteten Gewinn teilhaben.
Der Komponist kann in dem Moment, wo er das Werk veröffentlicht, gar nicht damit rechnen, dass er etwas dafür bekommt. Erst recht kann er nicht darauf spekulieren, dass ein beliebiger Wirt eines Tages seine Kompositionen aufführen lässt und sich so die Gelegenheit für kostenlose Getränke ergibt.
Er muss sich also unabhängig von derartigen Spekulationen überlegen, ob sich die Arbeit für ihn lohnt, bzw. ob er sich refinanzieren kann.
Um das auf moderne CC-Musik zurückzubiegen: Der Wirt wird vernünftigerweise auf Musik ausweichen, die nicht NC ist, um seinen Gewinn zu maximieren. Damit hat niemand der Beteiligten etwas von den NC-lizenzierten Werken. Der Wirt und seine Gäste nicht, weil er sich lieber für in kommerziellem Kontext nutzbare Musik entscheidet. Und der Komponist auch nicht, weil er nun nicht etwa entlohnt wird, sondern überhaupt nichts, nicht einmal Reputation und Bekanntheit erhält. Es sei denn natürlich, er würde selbst ein Lokal aufmachen, in dem seine Musik gespielt wird.
Ich kann den Gewinn für die Gesellschaft hier nicht erkennen.
es gibt eigentlich überhaupt keine unlimitierten CDs. genau wie bücher sind auch alben früher oder später "out of print". es werden sicherlich verkaufsschlager immer mal wieder neu aufgelegt, aber das passiert dann auch in abgezählter auflage, selbst wenn es nicht draufsteht, und die auflagen lassen sich voneinander unterscheiden.
der wesentliche unterschied zu den auflagen, auf denen explizit "limited edition" steht ist eigentlich nur, daß dieser tonträger sicher keine neuauflage erhalten wird, und daß man vielleicht noch die höhe der auflage erfährt.
grundsätzlich ist aber alles, was nicht im mainstream konstant nachgefragt wird, nur begrenzt verfügbar. das liegt nicht zuletzt an der nötigen vorfinanzierung, denn die tonträger müssen vor ihrem verkauf ja bereits vollständig vom verkäufer bezahlt werden. der hofft dann, daß er auch alle wieder los wird. als kleine band, die dazu noch die musikproduktion bezahlt hat, hätte ich dabei gegenüber einem dritten, den die produktion dank freier verfügbarkeit keinen cent gekostet hat, vom start weg einen wettbewerbsnachteil, weil er die alben zu einem deutlich günstigeren preis anbieten kann: das angebotene produkt wäre völlig identisch, ich müßte zur kostendeckung aber meinetwegen 8 euro berechnen, der konkurrent, der überhaupt keinen "mehrwert" erzeugt hat, käme mit 2 euro aus. kann man sich ja ausrechnen, wer hier am ende im wahrsten sinne draufzahlt.
ein ansatz, der die philosophie unbegrenzter kopierbarkeit 1:1 vom digitalen netz in die physische welt überträgt, muß scheitern. du siehst eine direkte strukturelle benachteiligung für diejenigen vor, die maßgeblich für neuen input sorgen sollen. es fehlt die nachhaltigkeit. und ich betonen nochmal, es geht nicht um das abschöpfen von überschüssen, sondern um das abwenden finanzieller verluste. die hast du sozusagen via "pech gehabt, muß man sich halt vorher überlegen" lediglich herausdefiniert. ein problem ist aber nicht gelöst, wenn man es ausblendet. als alternative drängt sich auf, an den investitionen zu sparen. was das für die qualität bedeutet kann man ahnen. davon hätten auch dritte verwerter nichts mehr.
ich meinte "unlimitiert" tatsächlich im Gegensatz zu expliziten "Limited Editions", die sich vor allem durch ihren Sammlerwert auszeichnen.
Wir reden hier ja trotz allem noch über CC-Werke. Also über Werke, die letztlich zum reinen hören ständig frei verfügbar sind, nämlich über das Netz. Sie haben überhaupt keine physischen Tonträger mehr nötig. Weder die Band, noch der unbeteiligte Dritte werden wesentlich Geld für CDs verlangen können. Die Band keine 8 Euro und der Dritte keine 2. Der Grund, weswegen die Band möglicherweise trotzdem welche verkauft, liegt nicht darin, dass sich dadurch jemand die Möglichkeit zum Hören der Musik erwirbt (das kann man ohne CDs kostenlos). Gründe für einen Kauf sind z.B. der Willen zur Unterstützung der Band (man könnte genauso gut auch was spenden, aber so haben beide Seiten das Gefühl, etwas Physisches hätte den Besitzer gewechselt), oder eben so etwas wie das Verlangen nach dem Besitz eines Sammelobjekts.
Ich übertrage die Tatsache unbegrenzter Kopierbarkeit eben nicht in die physische Welt. Ich sage, dadurch, dass im Netz alles, was sich über elektronisch darstellbare Daten definiert, unbegrenzt kopierbar ist, müssen sich finanzielle Überlegungen auf Begrenztes und Physisches konzentrieren. Eine herkömmliche CD eignet sich dazu überhaupt nicht, weil sie keinen Mehrwert bietet, der inhärent in ihrer Eigenschaft als Tonträger liegt.
Strukturell ist die Benachteiligung der Schaffenden nur, wenn man in Strukturen denkt, die modernere Möglicheiten und Tatsachen ausblendet.
Letztlich geht es hier ja eigentlich nur um CC-Lizenzen und nicht um Urheberrecht im Allgemeinen. Ich würde das in diesem Rahmen hier auch nur ungern in diese Richtung ausufern lassen. Worum es mir bei dieser Diskussion geht, ist die - in meinen Augen - Diskrepanz zwischen einer guten Entscheidung hin zur Nutzung von CC-Lizenzen und dem Stopp auf halbem Wege, den NC darstellt.
ok, du wiederholst ja v.a. deine idee von verschwundenen CD-verkäufen, die ich weiter oben schon zurückgewiesen habe. ich weiß wie gesagt nicht, woher du solche thesen nimmst, schließt du da von dir auf andere? selbstverständlich gibt es immer noch genug menschen, die gerne 10-15 euro für ein gepresstes album ausgeben, auch unabhängig davon ob sie die darauf enthaltene musik legal oder illegal im internet finden. für diese menschen scheint der physische tonträger in der tat einen mehrwert darzustellen, auch wenn dir das unverständlich erscheinen mag.
aber worum geht es denn eigentlich? auch wenn du nicht so gerne das urheberrecht diskutieren willst, kommen wir nicht ganz darum herum, die motivation dahinter zu betrachten: ausgleich zwischen schöpfern und öffentlichkeit. letztere möchte gerne mit werken versorgt werden, daher spricht man ja von "veröffentlichung". bei ersteren ist aber nicht per se gegeben, daß sie auch zu einer veröffentlichung motiviert sind, wenn damit ihr schaffen vogelfrei wird. sie können es ebensogut in exklusiven zirkeln belassen oder ganz für sich behalten. das wäre für öffentlichkeit und nachwelt ein großer verlust. man gesteht ihnen daher weitegehende entscheidungsrechte für die verwendung der werke zu, um doch einen anreiz zu schaffen, sich der öffentlichkeit mitzuteilen.
einige dieser pauschalrechte wirken vielen im internetzeitalter zu restriktiv. deswegen erscheint eine neue verhandlungsrunde zwischen schöpferinnen und öffentlichkeit sinnvoll. bis da ergebnisse in form von gesetzen vorliegen, mit denen beide seiten leben können, wird es wohl noch dauern... da bieten sich CC-lizenzen als abkürzung an. künstler können damit jetzt schon zum ausdruck bringen, daß sie den schuß gehört haben.
trotzdem funktioniert ein interessenausgleich nicht so, daß die eine seite einfach fordert und die andere dem willig nachgibt. während ich sofort nachvollziehen kann, warum dritte ein interesse daran haben könnten, mit den werken anderer ohne rückfrage ihren lebensunterhalt zu verdienen -- du hast ja auch einige szenarien skizziert --, und mir konkrete wirtschaftliche nachteile auf der seite dieser anderen plausibel erscheinen, vermisse ich nach wie vor wenigstens einen einzigen überzeugenden vorteil, der sich hieraus für diejenigen ergeben soll, die ihre werke so freigeben sollen. "überzeugend" wäre für mich, wenn die zu erwartenden vorteile die zu erwartenden nachteile wenigstens aufwiegen.
wenn so ein vorteil nicht benannt werden kann, müßte die öffentlichkeit wenigstens begründen können, warum die geforderte freiheit kulturell unabdingbar sei und nicht bloß "nice to have". auch da habe ich noch nichts vernommen, was sich nicht in der schublade "es ist uns zu lästig" unterbringen ließe. im übrigen sehe ich nicht, was sich an der vorteil/nachteil-verteilung durch das internet verändert hat, also warum auch das neu verhandelt werden müßte. es wäre auch vor 50 oder 100 jahren schon für viele super gewesen, wenn sie die musik von anderen einfach so hätten verkaufen dürfen, ohne sie zu fragen.
in anderen segmenten finde ich die argumentation dagegen sofort griffig: software hat irgendwie immer fehler und muß zwingend gewartet werden. sie ist ein werkzeug, das ohne ständige veränderungen unbrauchbar wird. es ist daher notwendig, den zugang zum quellcode verlangen zu können, um probleme zu beseitigen oder die software an geänderte bedingungen anzupassen. aus diesen gründen entsteht auch strukturell fast zwingend ein markt, der von anpassungen und verbesserungen lebt und in dem alle wieder direkt von den änderungen und erweiterungen der anderen profitieren können. man veröffentlicht sein werk früh im bewußtsein seiner unvollständigkeit und arbeitet direkt daran kollektiv weiter.
ein veröffentlichtes musikstück auf der anderen seite ist selten "reperaturbedürftig", sondern eher ein abgeschlossenes statement. es macht wahrscheinlich keinen spaß, mit einem 4er netscape youtube-videos anzuschauen, klassiker der beatles laufen dagegen auch nach jahrzehnten immer noch wartungsfrei im radio. wer ein musikstück mag reagiert womöglich sogar angesäuert, wenn er nicht das "original" zu hören bekommt, sondern einen wie auch immer gearteten verbesserungsversuch, egal ob es ein remix oder eine cover-version sein mag. für meinen geschmack erreicht beides äußerst selten auch nur annähernd den reiz des ursprungswerks. ausnahmen bestätigen selbstverständlich die regel, und es mag nicht gleichermaßen für alle genres gelten (z.b. interpretationen in der klassik).
wenn sich überhaupt etwas gut verkaufen läßt, dann sind das produkte um das unveränderte musikstück (was es fremdverwertern auch ohne geniale ideen sehr einfach macht). dazu gehören derzeit immer noch ganz wesentlich tonträger. deine argumentation basiert auf der annahme, wenn man das werk kommerziell freigebe, breche gleichzeitig dieser markt in sich zusammen (der effekt soll ja im wesentlichen die abzocke verhindern). mal angenommen, dem wäre so: der völlige verzicht auf die wichtigste refinanzierungsressource ist nochmal warum gut für den künstler, bzw. notwendig für die öffentlichkeit? ich halte es für falsch, einem CC-werk das fortfahrende funktionieren in der physischen welt abzusprechen.
NC bedeutet keinerlei verzicht auf neue möglichkeiten für den künstler -- höchstens für nutznießende dritte, aber die finde ich aus kultureller perspektive auch immer noch ziemlich irrelevant.
es bleibt ein alter hut, aber das argument ist unschlagbar:
http://ghosts.nin.com/main/order_options
man schaue sich an, was dieses BY-NC-SA-werk in der ultradeluxe-edition gekostet hat, von der 2500 exemplare verkauft wurden...
Das heißt ja nicht, dass sie jetzt kein Geld mehr verdienen wollen. Im Gegenteil. Dadurch, dass sie die Möglichkeit nutzen durch frei runterladbare Alben bekannter zu werden können sie doch erst auch $300 teure Limeted Editionen verkaufen.
Es geht ja, wenn ich den Anfang der Diskussion richtig verstanden hab nicht darum, dass alles umsonst sein soll, sondern dass man durch CC-Lizenzen u.U. mehr gewinnen kann, als durch NC... "Damit würden eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten von freien Kulturgütern wegfallen und umgekehrt auch dem Urheber eine geringere Verbreitung bescheren."
Von daher kann ich mich dir nur anschließen, ein unschlagbares Argument.
ich glaube, du verwechselst ein bißchen was
zu NIN: "all free" heißt für "the slip" nur, daß es nichts kostet, wogegen der hinweis "exclusively via nin.com" schon andeutet, daß diese musikstücke eben nicht unter irgendeiner freien lizenz stehen. "frei" heißt ja nicht "es kostet nichts", es geht um freiheiten, was du mit dem werk tun darfst. diese stücke darfst du nur runterladen und anhören; das ist ja auch schonmal was, aber sonst darfst du eben nichts. größere verbreitung erhalten sie in diesem fall nicht mal durch die musik selbst, weil sie ohne freie lizenz nicht "shareable" ist, sondern allenfalls durch die news, daß es da etwas kostenlos zum download gibt. mit ihrem großen namen reicht das -- wenn eine kleine band eine pressemitteilung mit sowas rausgibt interessiert das natürlich kein schwein. sie hat mehr von der selbstständigen verbreitung der musikstücke im internet unter irgendeiner CC-lizenz (sharing erlauben sie alle).
die $300 konnte NIN im beispiel meiner ansicht nach nur deswegen verlangen, weil sie die musik gerade unter eine NC-lizenz gestellt haben. du könntest die "limited edition" nämlich sonst selbst nachpressen lassen und dauerhaft zum halben preis anbieten (ohne einen cent an NIN zu zahlen). "limited edition" wär dann natürlich eine farce, und du wärst nicht der einzige, der da einsteigt, weshalb die preise schnell fallen würden. und das ist genau mein punkt: was hätten NIN davon für einen vorteil? warum sollten sie auf die NC-einschränkung verzichten?
wenn man dann noch die produktionskosten abzieht und bedenkt, dass auch "normale" CDs, eine langweilige "Limited Edition" und sicher auch einige downloads verkauft wurden, kommt man schnell auf eine beachtliche summe.
natürlich kann nicht jede dahergelaufene "no name-band" 2500 exemplare einer ultra limited edition verkaufen, aber das geschäftsmodell an sich funktioniert.
wenn jetzt bitte einige musiker vortreten könnten, die unter BY-SA veröffentlichen, und ihr geschäftsmodell darlegen würden, hätten wir gute vergleichsmöglichkeiten.
oder?
Es gibt unter anderem deshalb noch viele Menschen, die in den Laden gehen und sich CDs kaufen, weil es einen wesentlichen Unterschied macht, ob die betreffende Musik legal oder illegal im Netz vorhanden ist. Denn hier geht es nicht um illegale Downloads. Wir wollen uns ja gerade auf einem vernünftigen rechtlichen Boden befinden.
Neben den rechtlichen Problemen sind solche illegalen Downloads außerdem ein Zeit- und Bequemlichkeitsfaktor.
Und ja, natürlich schließe ich auch von mir auf andere. Wer tut das nicht? Aber ich kenne genügend Menschen, die unter der Prämisse, dass ein Album bequem im Netz kostenlos zum Download bereitsteht, die CD nicht kaufen bzw. kaufen würden. Die Sonderfälle, in denen das doch geschieht, habe ich oben schon mehrfach angeführt.
Deshalb ist die Situation überhaupt nicht mit vor 50 oder 100 Jahren vergleichbar. Die Musik selbst, ist sie einmal in der Form von CC o.ä. freigegeben, wird nicht mehr verkauft. Der Urheber selbst hat sie aus dem Geldmarkt entfernt. Meine Argumentation beruht deshalb hier nicht auf der kommerziellen Freigabe, sondern auf der Freigabe überhaupt. Die Frage, warum das gut für den Künstler sei, stellt sich bereits dann nicht mehr, wenn er sich zu einer wie auch immer gearteten CC-Lizenz entschieden hat.
Wenn man solche wirtschaftlichen Regeln als bloße Meinung ansieht und seine eigene, andere, dagegen stellt, dann ist das natürlich gutes Recht.
Zu Nine Inch Nails: Creative Commons Lizenzen sind bekanntermaßen Lizenzen für digitale Medieninhalte. Das heißt, Schallplatten (als physische Objekte), Bücher, Kunstdrucke, Autogramme, die Boxen und ihr Design selbst fallen nicht unter CC, sondern unter normales Urheberrecht. Plagiate dessen können also ganz bequem verfolgt und ggfs. unterbunden werden. Was aber ohne NC geschehen könnte, wäre, dass jemand anders eine eigene Limited Edition rausbringt. Da sind dann die digitalen Musikstücke integriert, alles andere aber müsste derjenige selbst entwerfen und zusammenschnüren. Die Gesellschaft hat davon, dass mehr Kulturgut entsteht. NIN hat davon keinen Nachteil, weil ihre eigene LE ja einzigartig und nach wie vor limitiert ist. Darüber hinaus wird sich ein Käufer, der sich nur eines von beiden leisten kann, wahrscheinlich für die Version von NIN entscheiden (Original-Kult usw. ich wiederhole mich). Damit wäre vermutlich auch der Preis des unabhängig von NIN produzierten Guts bei ähnlichem Produktumfang niedriger anzusiedeln.
spass oder ernst?
bei bedarf (für jeden der's nicht selber findet):
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/legalcode
und dann diskutieren wir weiter, ok?
bis dahin,
martin
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/legalcode
"Work" means the literary and/or artistic work offered under the terms of this License including without limitation any production in the literary, scientific and artistic domain, whatever may be the mode or form of its expression including digital form, such as a book, pamphlet and other writing; a lecture, address, sermon or other work of the same nature; a dramatic or dramatico-musical work; a choreographic work or entertainment in dumb show; a musical composition with or without words; a cinematographic work to which are assimilated works expressed by a process analogous to cinematography; a work of drawing, painting, architecture, sculpture, engraving or lithography; a photographic work to which are assimilated works expressed by a process analogous to photography; a work of applied art; an illustration, map, plan, sketch or three-dimensional work relative to geography, topography, architecture or science; a performance; a broadcast; a phonogram; a compilation of data to the extent it is protected as a copyrightable work; or a work performed by a variety or circus performer to the extent it is not otherwise considered a literary or artistic work.
Wenn alles, was in dieser Limited Edition enthalten ist, d.h. auch alle Bilder usw. unter CC steht, nicht nur die Musik - wer gibt dafür 300 Dollar aus? Doch nur jemand, der sicher gehen will, dass er ein "Original" erwirbt. Das kann er nur bei NIN selbst. Insbesondere könnte man als Autor den Originalen eine kleine Urkunde beilegen, die nicht frei zu sein braucht, aber den Originalitätsstatus belegt und die Nummer des Exemplars angibt.
Insgesamt ist es eher fraglich, ob es eine intelligente Lösung ist, solche Limited Editions, die ja zur Refinanzierung dienen sollen, sowohl unter CC freizugeben als auch ausschließlich mit Dingen auszustatten, die sich verlustfrei kopieren lassen. Denn wenn jeder sich potentiell seine eigene Box zusamenstellen kann, die exakt dem Original entspricht - warum dann noch soviel Geld ausgeben? Einen anderen Grund als den obigen kann ich nicht sehen.
[quod erat demonstrandum]
kannst du ein beispiel nennen, wo das für BY-SA mal deutlich wird, wie gut sich der musiker damit refinanzieren kann?
es muß ja nicht die gleiche größenordnung sein, aber einfach mal einen musiker der von BY-SA leben kann/könnte?
NIN sind insgesamt natürlich ein schwieriges Beispiel, weil sie bereits einen sehr hohen Bekanntsgrad hatten, als sie dieses Experiment gestartet haben. Deshalb ginge es darum, breit gefächert auszuprobieren, welche Effekte im Bereich von verschiedenen CC-Lizenzen auftreten.
darum habe ich das weiter oben ja auch "ideologisches gequatsche" genannt...
vielleicht hätte ich das, was du hier insgesamt über NC-lizenzen verbeitest besser "ahnungsloses gebashe" nennen sollen?
aber ich bemühe mich durchaus, eben nicht von mir auf andere zu schließen, sondern solche fragen eher empirisch-rational zu klären. wenn eine theorie in sich schlüssig ist (da hätte ich hier ja bekanntermaßen schon einige zweifel
der entscheidende faktor ist sicherlich nicht die lizenz, sondern der lizenzierte inhalt (hier: album von NIN). das werk, und nicht NC ja oder nein, entscheidet auch darüber, ob wir von kulturellem gewinn sprechen können. wenn die kommerzialisierbarkeit eines werkes notwendige voraussetzung dafür sein sollte, ob es mehr oder weniger neue (relevante) werke anregt, dann wären wir schon ziemlich arm dran.
zu den zertifikaten: ich schlage vor, du veröffentlichst deine eigene musik in zukunft einfach konsequent unter BY-SA, und dann warten wir mal ab, wer deine echtheitszertifikate kauft.
Deal!